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Chaïm Soutine

Chaïm Soutine | Хаим Сутин

Chaïm Soutine (französisch: Chaïm Soutine, jiddisch חײם סוטין‎, weißrussisch Хаім Суцін; bürgerlicher Name — Chaïm Salomonowitsch Soutine, jiddisch חיים סאלאמאנאוויטש סוטין‎, weißrussisch Хаім Саламанавіч Суцін; 13. Januar 1893, Smilawitschy, Minsk-Gouvernement, Russisches Kaiserreich – 9. August 1943, XVI. Arrondissement von Paris, besetztes Frankreich im Zweiten Weltkrieg) — ein weißrussischer und französischer Maler jüdischer Herkunft. Einer der bedeutendsten Künstler der „École de Paris“.

Jugend und Herkunft

Chaïm (Shlomo) Soutine wurde in einer orthodoxen jüdischen Familie geboren. Seine Eltern lehnten seine Leidenschaft für die Malerei ab, doch bereits in jungen Jahren zeigte er ein außergewöhnliches Talent. Mit 16 trat er in die Kunstschule Wilna ein, wo er begann, seine eigene künstlerische Vision zu entwickeln.

Karrierebeginn

Im Jahr 1910 zog Soutine nach Sankt Petersburg, um an der Kaiserlichen Schule für sakrale Malerei auf dem Heiligen Dreiheit-Klosterhof sowie später an der Akademie der Künste zu studieren. Seine Werke zeichneten sich durch ungewöhnliche Emotionalität, dramatische Farben und expressive Pinselstriche aus — schon damals widersetzte er sich den akademischen Regeln.

Pariser Zeit

1913 siedelte Soutine nach Paris über und wurde Teil der berühmten „École de Paris“. Er lebte in Armut, arbeitete in Restaurants und posierte für andere Künstler.

Ab 1915 studierte er an der Académie Julian, wo seine Arbeiten langsam Aufmerksamkeit gewannen.

Er arbeitete häufig mit ungewöhnlichen Motiven — Tierkadaver, tote Vögel, antike Kleidung — all das wurde zum Träger seiner inneren Dramatik auf der Leinwand.

Sein Stil verband Elemente des Expressionismus und Fauvismus, mit leuchtenden Farben, verzerrten Formen und intensiver emotionaler Spannung.

Ausstellungen und Anerkennung

Der erste Erfolg kam 1923, als der amerikanische Arzt Albert C. Barnes gleich mehrere seiner Gemälde kaufte. Dies ermöglichte Soutine finanzielle Sicherheit und ließ ihn sich ganz auf sein Werk konzentrieren. Im gleichen Jahr fand seine erste Einzelausstellung in der Galerie Lefevre statt, die bei Kritikern großen Anklang fand.

Bis 1927 zählte er zu den meistdiskutierten europäischen Künstlern. Er nahm an internationalen Ausstellungen teil, unter anderem in der Galerie Berthe Weill und der Galerie Mané-Katzen.

Seine Bilder beeindruckten Sammler und Künstler gleichermaßen. Sein Name wurde von Meistern wie Jackson Pollock und Francis Bacon erwähnt. Er prägte auch die Entwicklung des abstrakten Expressionismus in den USA maßgeblich mit.

Späte Jahre und Tod

Während des Zweiten Weltkriegs musste sich Soutine als Jude vor den Nazis verstecken. Er wechselte ständig seinen Wohnort und lebte in ständiger Angst. Aufgrund einer Magenerkrankung und mangelnder medizinischer Versorgung verschlechterte sich sein Zustand zunehmend. Am 1. August 1943 starb Soutine im Alter von 49 Jahren in einer Pariser Klinik — zwei Tage vor der Befreiung der Stadt.

Nachlass

In den Nachkriegsjahren wuchs das Interesse an seinem Werk wieder stark an. Heute sind seine Werke in den führenden Museen der Welt zu finden, darunter MoMA (New York), Centre Pompidou (Paris) und Tate Modern (London). Die Preise seiner Gemälde erreichen bis zu $34 Millionen und mehr — was ihn zu einem der wertvollsten Vertreter des europäischen Modernen machte.

Chaïm Soutine – Galerie der Meisterwerke

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